Ich hab gestern der ersten Bewerbung hinterhertelefoniert. Die nette Dame sagte mir dann, dass sie momentan garkeine Stelle zu besetzen haben und die Stellenausschreibungen nur zur Anschauung auf deren Webseite stehen lassen. Na toll! Die anderen 3 hab ich Dienstag um 10:00 Uhr (strategischer Zeitpunkt!) losgeschickt, aber noch nix gehört.
Ich glaub, da muss ich mal noch mehr Jobs suchen und vielleicht sogar zu Zeitarbeitsfirmen gehen - bei der Vorstellung graust es mir etwas. Ich hab nämlich Nachricht erhalten, dass meine Arbeitserlaubnis in den nächsten Tagen im Briefkasten liegt. Dann bekomm ich auch endlich meine eigene Sozialversicherungsnummer :).
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob meine lange Arbeitserfahrung hier was gilt, oder ob ich wieder ganz unten (z.B. als Programmierer) anfangen muss. Da muss ich mich wohl anstrengen, wenn es zu Weihnachten Hawaii sein soll...
Das gute an der Arbeitserlaubnis ist allerdings, dass ich damit sowohl festangestellt, als auch als Freelancer arbeiten kann. Als Freelancer könnte ich mir nämlich schon sehr gut vorstellen, wieder als Programmierer zu arbeiten. Mal sehn.
Ich hatte heute Probe mit der Tom-Waits-artigen Band, was ganz gut gelaufen is. Dabei hab ich einen witzigen neuen Ausdruck gelernt, den der Drummer von einem Jamaikaner hatte. Dieser nennt Dreadlocks an Weissen "Negativitäts-Antennen". Lustig, oder?
Mittwoch, 10. September 2008
Montag, 8. September 2008
Afro-Perücken, Jazz und Hai zum Abendessen
Gestern waren wir zum ersten mal im neu (saisonal) eröffneten Halloween Superstore in unserer Mall. Ganz witzig, was es da für Schockeffekte und Kostüme gibt - wie aus den US-Serien halt, die wir alle kennen. Überraschend fand ich die große Anzahl an anzüglichen Kostümen (ein Doktorkittel mit Aufschrift "Gynäkologe" war da noch ein eher harmloses Beispiel) - passt garnicht so zum prüden Amerika-Bild. Bin gespannt, ob wir zu Halloween zu ner guten Party eingeladen werden.
Ich war jeden Falls da, um mich für meine Geburtstagspary nächste Woche auszustatten. Ich hab mich an die Party eines Bekannten (ein Ami, der 40 wird) drangehängt und das Motto ist 70er. Ich bin jetzt also stolzer Besitzer einer wunderbaren Afro-Perücke.
Später waren wir auf einem Jazz-Festival hier in San Diego, das auf nem Parkplatz direkt am Strand in Ocean Beach stattfand. Die Gegend ist ganz interessant - ähnlich cool wie Pacific Beach: Tattoo-Shops, interessante Bars, coole Klamotten- und Platten-Läden etc. Von der Musik her hat mir eigentlich nur die Band richtig gut gefallen, wegen der ich hingegangen bin: The Bad Plus. Ist sicher keine Musik für jedermann, weil sie doch relativ modern und abgedreht ist, aber ich fands perfekt und saß teilweise mit offener Luke da.
Später waren wir direkt nebenan, im Laden, der angeblich die besten Fish-Tacos in San Diego hat. Und da Fish-Tacos typisch für San Diego sind, musste ich die natürlich versuchen. Es gibt alle möglichen Varianten, wovon ich mich für Mahimahi und Hai entschieden hab und Tine für Shrimp und Hummer (Luxusweib!). War schon ganz gespannt, wie Haifisch schmeckt, aber dann is mir eingefallen, dass die meisten von uns schon mal Hai gegessen haben: Schillerlocke! Egal, war trotzdem lecker. Ich hab mich nur etwas selbst reingelegt und die Salsa nicht abbestellt. Ich denke immer, Salsa ist hier auch die lecker Würzsoße, die wir in Deutschland unter dem Namen bekommen. Hier sind es allerdings klein geschnittene, leicht gewürzte rohe Tomaten - und ich hasse rohe Tomaten!
Achja, ich sollte wohl auch in der nächsten Zeit nicht mit dem Surfen anfangen. Die Surfer sind nämlich abergläubisch und essen kein Hai.
Ich war jeden Falls da, um mich für meine Geburtstagspary nächste Woche auszustatten. Ich hab mich an die Party eines Bekannten (ein Ami, der 40 wird) drangehängt und das Motto ist 70er. Ich bin jetzt also stolzer Besitzer einer wunderbaren Afro-Perücke.
Später waren wir auf einem Jazz-Festival hier in San Diego, das auf nem Parkplatz direkt am Strand in Ocean Beach stattfand. Die Gegend ist ganz interessant - ähnlich cool wie Pacific Beach: Tattoo-Shops, interessante Bars, coole Klamotten- und Platten-Läden etc. Von der Musik her hat mir eigentlich nur die Band richtig gut gefallen, wegen der ich hingegangen bin: The Bad Plus. Ist sicher keine Musik für jedermann, weil sie doch relativ modern und abgedreht ist, aber ich fands perfekt und saß teilweise mit offener Luke da.
Später waren wir direkt nebenan, im Laden, der angeblich die besten Fish-Tacos in San Diego hat. Und da Fish-Tacos typisch für San Diego sind, musste ich die natürlich versuchen. Es gibt alle möglichen Varianten, wovon ich mich für Mahimahi und Hai entschieden hab und Tine für Shrimp und Hummer (Luxusweib!). War schon ganz gespannt, wie Haifisch schmeckt, aber dann is mir eingefallen, dass die meisten von uns schon mal Hai gegessen haben: Schillerlocke! Egal, war trotzdem lecker. Ich hab mich nur etwas selbst reingelegt und die Salsa nicht abbestellt. Ich denke immer, Salsa ist hier auch die lecker Würzsoße, die wir in Deutschland unter dem Namen bekommen. Hier sind es allerdings klein geschnittene, leicht gewürzte rohe Tomaten - und ich hasse rohe Tomaten!
Achja, ich sollte wohl auch in der nächsten Zeit nicht mit dem Surfen anfangen. Die Surfer sind nämlich abergläubisch und essen kein Hai.
Freitag, 5. September 2008
Jetzt (oder bald) geht der Ernst des Lebens wieder los!
Ich hab heute eine Email-Benachrichtigung bekommen, dass meine Arbeitserlaubnis-Karte gedruckt wird. In spätestens 30 Tagen wird sie hier sein und ich kann anfangen zu arbeiten. *Freu* *Heul* Außerdem hab ich gestern schon meine erste Bewerbung rausgeschickt und werd morgen noch 3 schicken. Wünscht mir Glück!
Für die Bewerbungen musste ich mich natürlich erst mal schlau machen und hab in der Bibliothek gleich 6 Bücher zum Thema ausgeliehen. Ist doch schon etwas anders, als in Deutschland. Zum Beispiel ist der Lebenslauf bei weitem nicht so ausführlich (2 Seiten sind schon fast zuviel), dafür soll man aber mehr protzen und angeben. Manche Sachen wie ein Foto, Geschlecht, Herkunft und Alter sollen nicht dabei sein, da die Firmen sonst Angst haben (typisch Amerika) wegen nicht-Gleichberechtigung angeklagt zu werden.
Ich bin schon gespannt, ob ich nächste Woche zu nem Interview eingeladen werde - wenn, dann gibts sicher was zu Bloggen!
Für die Bewerbungen musste ich mich natürlich erst mal schlau machen und hab in der Bibliothek gleich 6 Bücher zum Thema ausgeliehen. Ist doch schon etwas anders, als in Deutschland. Zum Beispiel ist der Lebenslauf bei weitem nicht so ausführlich (2 Seiten sind schon fast zuviel), dafür soll man aber mehr protzen und angeben. Manche Sachen wie ein Foto, Geschlecht, Herkunft und Alter sollen nicht dabei sein, da die Firmen sonst Angst haben (typisch Amerika) wegen nicht-Gleichberechtigung angeklagt zu werden.
Ich bin schon gespannt, ob ich nächste Woche zu nem Interview eingeladen werde - wenn, dann gibts sicher was zu Bloggen!
Mittwoch, 3. September 2008
Sequoia N.P. - Tag 3
So, hier endlich der Bericht vom dritten Tag, dem sicher alle entgegen gefiebert haben. Für den letzten Tag haben wir uns die größte Anstrengung aufgehoben. Es ging auf einen 9 Meilen Trip (hin und zurück) mit 600m Höhenunterschied hoch zum Heather Lake. War sehr anstrengend aber sehr lohnenswert - es waren kaum Wanderer unterwegs und wir hatten den See für uns allein. Naja, abgesehen von den kleinen Wasserschlangen.
Hier die besten Fotos:
Gleich auf dem Parkplatz konnten wir eine Reh-Family beobachten:

Danach mussten wir erst mal das Auto von Essensresten befreien, damit uns kein Bär die Scheibe einschlägt. Dafür gibt es bärensichere Stahlboxen und Müllcontainer, die auch schon etwas mitgenommen aussehen:

Hörnchen sind so putzig!


Eine Nachstellung der Szene von Bambis Mutter auf der Lichtung, kurz vor dem Schuss:

Schönes Bergpanorama, aufgenommen in der Nähe des sogenannten "Watchtower":

Der Hauptdarsteller des Tages - Heather Lake:

Zur Belohnung für die Anstrengung gabs einen typisch amerikanischen Snack: Cracker mit Sprühkäse aus der Dose:

Nach dem Abstieg gings ab ins Auto und (in 7 Stunden dank Stau vor LA) zurück nach San Diego. Insgesamt war der Ausflug sehr lohnenswert. Ich dachte es gibt nur große Bäume zu sehen, aber wir hatten jeden Tag eine komplett andere Landschaft vor uns.
Hier die besten Fotos:
Gleich auf dem Parkplatz konnten wir eine Reh-Family beobachten:

Danach mussten wir erst mal das Auto von Essensresten befreien, damit uns kein Bär die Scheibe einschlägt. Dafür gibt es bärensichere Stahlboxen und Müllcontainer, die auch schon etwas mitgenommen aussehen:

Hörnchen sind so putzig!


Eine Nachstellung der Szene von Bambis Mutter auf der Lichtung, kurz vor dem Schuss:

Schönes Bergpanorama, aufgenommen in der Nähe des sogenannten "Watchtower":

Der Hauptdarsteller des Tages - Heather Lake:

Zur Belohnung für die Anstrengung gabs einen typisch amerikanischen Snack: Cracker mit Sprühkäse aus der Dose:

Nach dem Abstieg gings ab ins Auto und (in 7 Stunden dank Stau vor LA) zurück nach San Diego. Insgesamt war der Ausflug sehr lohnenswert. Ich dachte es gibt nur große Bäume zu sehen, aber wir hatten jeden Tag eine komplett andere Landschaft vor uns.
Dienstag, 2. September 2008
Sequoia N.P. - Tag 2
Am zweiten Tag im Nationalpark haben wir uns eine längere Tour auferlegt. Es ging zum Kings Canyon, nördlich vom Sequoia N.P, der die tiefste Schlucht (2500 m) der USA darstellt. 3 Stunden im Auto, erst Serpentinen hoch, dann um die Berge rum und wieder Serpentinen runter in den Canyon. Es hat sich aber gelohnt - die Landschaft ist dort wirklich Postkartenreif.
Wir haben dann eine mittlere Wandertour - insgesamt 13 km - zu den "Mist Falls" gemacht. Trotz des Namens führten diese Fälle keinen Mist, sondern Wasser (ha-ha). War schon relativ anstrengend, besonders weil es unten im Tal sicher über 30°C war und der Weg etwas bergauf ging. Hier die Bilderauswahl:
Auf dem Weg musste sich Christine noch in einen Baum stellen:

Die Fahrt runter in den Kings Canyon:

Ein Schmetterling hat tapfer Modell gestanden:

Geniale Aussicht auf halbem Weg (und mein neuer Bildschirmhintergrund):

Die Mist-Fälle mit Klippenspringer:

Der Bach, an dem wir die meiste Zeit gelaufen sind:

Vielleicht schaffen wir es irgendwann noch mal, eine Mehrtages-Wandertour dort zu machen. Im Kings Canyon gibt es hunderte Meilen von verlassenen Wegen zu Naturwundern.
Wir haben dann eine mittlere Wandertour - insgesamt 13 km - zu den "Mist Falls" gemacht. Trotz des Namens führten diese Fälle keinen Mist, sondern Wasser (ha-ha). War schon relativ anstrengend, besonders weil es unten im Tal sicher über 30°C war und der Weg etwas bergauf ging. Hier die Bilderauswahl:
Auf dem Weg musste sich Christine noch in einen Baum stellen:

Die Fahrt runter in den Kings Canyon:

Ein Schmetterling hat tapfer Modell gestanden:

Geniale Aussicht auf halbem Weg (und mein neuer Bildschirmhintergrund):

Die Mist-Fälle mit Klippenspringer:

Der Bach, an dem wir die meiste Zeit gelaufen sind:

Vielleicht schaffen wir es irgendwann noch mal, eine Mehrtages-Wandertour dort zu machen. Im Kings Canyon gibt es hunderte Meilen von verlassenen Wegen zu Naturwundern.
Sequoia N.P. - Tag 1
So, hier der komplette Bericht des ersten Tages unseres abwechslungsreichen verlängertem Wochenende im Sequoia und Kings Canyon National Park.
Es ging los am Samstag morgen mit der Fahrt quer durch halb California. Auf der I-5 ging es nach LA und dann quer durch die Stadt, was völlig unbeeindruckend und ereignislos war. Aus dem Flugzeug sah LA auf jeden Fall beeindruckender aus. Danach wurde die Landschaft aber gleich etwas interessanter in den Hügeln nördlich von LA:

Leider gibt es auch in den USA auch bescheuerte Raser und einen von ihnen hat es in den Hügeln aufs Dach gelegt. Er hat's aber wohl überstanden..
Die nächsten Stunden war Flachland und Geradeausfahren angesagt, was einen leicht dösig machen kann. Kurz vor unserem Zielort Three Rivers gab es dann aber doch plötzlich ein wunderhübsches Tal zu bewundern:

Nach dem Einchecken am frühen Nachmittag gings dann gleich in den Park, der Christines Magen erst mal durcheinander gewirbelt hat. Die Straße geht 15 Meilen lang in Schlangenlinien und 180° Drehungen den Berg hoch:

Mut machen auch solche Warnschilder:

Wenn man dann aber mal oben ist und die ersten Mammutbäume auftauchen, ist der ganze Stress vergessen. Ich konnte mich schon vom Auto aus kaum sattsehen. Wir sind dann erst mal zum größten und bekanntesten Baum "General Sherman". Der war natürlich belagert mit Leuten und auch nicht viel beeindruckender, als die anderen freistehenden Bäume:

Da gilt meine Liebe doch eher einem einsamen, vergessenen Baum, der nur 5 Meter weiter steht:

Wir sind dann noch ein paar Pfade gegangen und haben neben vielen Eich- und Streifenhörnchen süße Rehe (und später auch Hirsche) gesehn, die wohl das Moos von den Bäumen abfressen:

Der Hit kam aber am Ende: plötzlich hupten die Autos an der Hauptstraße und einige Leute sprangen raus, bewaffnet mit Digicams. Als wir an die Straße kamen sagten sie, sie hätten einen Bär gesehen und nach links gezeigt. Komischerweise bin ich nicht umgedreht, sondern dem Bär hinterher. Ich bin ein Stück allein den Weg hoch, hab aber nichts entdeckt. Plötzlich raschelt es aber 20 Meter entfernt im Gras und ein Kopf streckt sich hoch: ein (brauner) Schwarzbär! Mein Herz war gleich auf 180! Der Bär war aber völlig unbeeindruckt und frisst weiter seine Blumen (oder was auch immer). Kurz darauf kam auch Christine und weitere Leute, die alle gespannt in die Wiese geguckt haben und versucht haben, nicht zu atmen, hehe. Ich habs sogar geschafft ein verschwommenes Foto zu schiessen, als der Bär mal kurz überhalb der "Grasgrenze" war:
Es ging los am Samstag morgen mit der Fahrt quer durch halb California. Auf der I-5 ging es nach LA und dann quer durch die Stadt, was völlig unbeeindruckend und ereignislos war. Aus dem Flugzeug sah LA auf jeden Fall beeindruckender aus. Danach wurde die Landschaft aber gleich etwas interessanter in den Hügeln nördlich von LA:

Leider gibt es auch in den USA auch bescheuerte Raser und einen von ihnen hat es in den Hügeln aufs Dach gelegt. Er hat's aber wohl überstanden..
Die nächsten Stunden war Flachland und Geradeausfahren angesagt, was einen leicht dösig machen kann. Kurz vor unserem Zielort Three Rivers gab es dann aber doch plötzlich ein wunderhübsches Tal zu bewundern:

Nach dem Einchecken am frühen Nachmittag gings dann gleich in den Park, der Christines Magen erst mal durcheinander gewirbelt hat. Die Straße geht 15 Meilen lang in Schlangenlinien und 180° Drehungen den Berg hoch:

Mut machen auch solche Warnschilder:

Wenn man dann aber mal oben ist und die ersten Mammutbäume auftauchen, ist der ganze Stress vergessen. Ich konnte mich schon vom Auto aus kaum sattsehen. Wir sind dann erst mal zum größten und bekanntesten Baum "General Sherman". Der war natürlich belagert mit Leuten und auch nicht viel beeindruckender, als die anderen freistehenden Bäume:

Da gilt meine Liebe doch eher einem einsamen, vergessenen Baum, der nur 5 Meter weiter steht:

Wir sind dann noch ein paar Pfade gegangen und haben neben vielen Eich- und Streifenhörnchen süße Rehe (und später auch Hirsche) gesehn, die wohl das Moos von den Bäumen abfressen:

Der Hit kam aber am Ende: plötzlich hupten die Autos an der Hauptstraße und einige Leute sprangen raus, bewaffnet mit Digicams. Als wir an die Straße kamen sagten sie, sie hätten einen Bär gesehen und nach links gezeigt. Komischerweise bin ich nicht umgedreht, sondern dem Bär hinterher. Ich bin ein Stück allein den Weg hoch, hab aber nichts entdeckt. Plötzlich raschelt es aber 20 Meter entfernt im Gras und ein Kopf streckt sich hoch: ein (brauner) Schwarzbär! Mein Herz war gleich auf 180! Der Bär war aber völlig unbeeindruckt und frisst weiter seine Blumen (oder was auch immer). Kurz darauf kam auch Christine und weitere Leute, die alle gespannt in die Wiese geguckt haben und versucht haben, nicht zu atmen, hehe. Ich habs sogar geschafft ein verschwommenes Foto zu schiessen, als der Bär mal kurz überhalb der "Grasgrenze" war:
Montag, 1. September 2008
Klare, alpine Seen sind klar und alpin!
Wir sind gerade (um 23:00 Uhr) von unserem Ausflug zurückgekommen. Die Rückfahrt mit (brutto) 7 Stunden war dann doch noch mal sehr anstrengend. Genauso anstrengend war auch die Wanderung davor, die uns zu nem sehr hübschen, einsamen See hoch im Nationalpark gebracht hat. Aber dazu morgen mehr...Gute Nacht!
Sonntag, 31. August 2008
Tiefe Schluchten sind tief!
Kurze Rückmeldung zu unserem heutigen Tag: 3 Stunden Fahrt zum Kings Canyon (größtenteils Serpentinen), 4 Stunden wandern in genialer Landschaft, 3 Stunden wieder zurückfahren. Ich bin fertig!
War aber sehr schön und am Dienstag folgen Bericht und Bilder.
War aber sehr schön und am Dienstag folgen Bericht und Bilder.
Samstag, 30. August 2008
Große Bäume sind groß!
Heute die Fahr zum Sequoia Nationalpark hinter uns gebracht und schon die ersten großen Bäume angeguckt. Die sind echt groß! Also wirklich! unter anderem haben wir General Sherman, den größten Baum der Welt, gesehn. Naja, groß bedeutet nicht gleich auch schön - etwas zerrupft sieht der Gute aus. Und die Menschenmassen, die natürlich fast du da zu sehen waren, haben seinen Teint auch nicht verbessert.
Christine hatte übrigens da etwas falsch verstanden und dachte, "General Sherman" bedeutet so was wie "Generisches Mauerblümchen", wäre also eine Unterart der Redwoodbäume, hehe.
Später haben wir noch ein paar wilde Tiere gesehen und abgelichtet (unter anderem ein gefährliches Raubtier ganz in der Nähe). Das erzähl ich aber lieber am Dienstag, denn dann kann ich gleich die Beweisfotos mitliefern. Ich Dödel hab nämlich mein Kamera-Kabel zuhaus vergessen.
Morgen gehts erst mal auf nem Tagestrip zum Kings Canyon, der auch einige hübsche Ansichten verspricht und Montag machen wir den Rest vom Sequoia Park und fahren wieder heim.
Christine hatte übrigens da etwas falsch verstanden und dachte, "General Sherman" bedeutet so was wie "Generisches Mauerblümchen", wäre also eine Unterart der Redwoodbäume, hehe.
Später haben wir noch ein paar wilde Tiere gesehen und abgelichtet (unter anderem ein gefährliches Raubtier ganz in der Nähe). Das erzähl ich aber lieber am Dienstag, denn dann kann ich gleich die Beweisfotos mitliefern. Ich Dödel hab nämlich mein Kamera-Kabel zuhaus vergessen.
Morgen gehts erst mal auf nem Tagestrip zum Kings Canyon, der auch einige hübsche Ansichten verspricht und Montag machen wir den Rest vom Sequoia Park und fahren wieder heim.
Donnerstag, 28. August 2008
Ämter sind blöde!
Und zwar in jedem Land - das is ja wohl mal klar...
Damit mir hier eine Arbeitserlaubnis gegönnt wird, muss ich mich mit einem dieser Ämter rumschlagen. Interessanterweise gibt es in den USA kein eigenes Ausländeramt mehr, dessen Funktionen in das "Department of Homeland Security" eingegliedert wurden. Das heisst, jeder Ausländer wendet sich jetzt an das Amt für Terrorismusbekämpfung. Klar, oder?
Ich bin ja ein J-2 Visa Empfänger, das heisst, ich darf meine Frau begleiten aber erst mal nicht arbeiten. Um arbeiten zu können musste ich erst mal nen großen Scheck ausstellen und einen Haufen Dokumente zusammen mit einem Formular abschicken. Aus den Dokumenten soll hervorgehen, dass ich nicht arbeiten muss, um unser Leben hier zu ermöglichen. Ich darf also nur arbeiten, wenn ich nicht arbeiten muss.
Klar, oder?
Blöderweise hab ich mich sklavisch an die Anweisungen auf der Webseite des Amts gehalten und alles genauso abgeschickt. Nach zwei Monaten kam diese Woche ein Brief, der besagt, dass ich nicht genug Beweise geschickt hab und noch mehr Sachen einreichen muss. Warum kann man das nicht gleich auf die Webseite schreiben? Das wichtigste Stück ist wohl ein Aufsatz, in dem unter anderem steht, wofür man das Geld von der Arbeit braucht. Gute Antworten dazu sind "Für Footballspiele", "Für Chicken Wings" und "Um Amerika besser kennenzulernen". Schlechte Antworten wären wahrscheinlich "Weil wir sonst verhungern!". Je unwichtiger und amerikanischer die Gründe, desto besser also.
Klar, oder?
Naja, hoffen wir mal, dass es diesmal durchgeht. Unser Betreuer am International Office von Christines Arbeitsstelle hat zu dem Brief von den Terroristenbekämpfern auf jeden Fall gesagt: "Lächerlich!". Er ist nächste Woche sowieso bei diesem Amt eingeladen und wird meinen Fall dann auf den Tisch bringen. Dann wollen wir mal hoffen, dass als Resultat nicht plötzlich Jack Bauer bei mir auftaucht (Aus 24. Der TV-Serie. Kennt ihr nicht? Ach egal..).
Wir werden uns auf jeden Fall am Wochenende erst mal bei den großen Bäumen und Schluchten erholen und nächste Woche schick ich dann schon mal die erste Bewerbung raus. Wahrscheinlich wird die gleich weggeschmissen, weil ich nicht genug aufgetrumpft/geprahlt haben werde (ist das Futur II?) - aber daran werd ich mich dann auch irgendwann gewöhnen..
Damit mir hier eine Arbeitserlaubnis gegönnt wird, muss ich mich mit einem dieser Ämter rumschlagen. Interessanterweise gibt es in den USA kein eigenes Ausländeramt mehr, dessen Funktionen in das "Department of Homeland Security" eingegliedert wurden. Das heisst, jeder Ausländer wendet sich jetzt an das Amt für Terrorismusbekämpfung. Klar, oder?
Ich bin ja ein J-2 Visa Empfänger, das heisst, ich darf meine Frau begleiten aber erst mal nicht arbeiten. Um arbeiten zu können musste ich erst mal nen großen Scheck ausstellen und einen Haufen Dokumente zusammen mit einem Formular abschicken. Aus den Dokumenten soll hervorgehen, dass ich nicht arbeiten muss, um unser Leben hier zu ermöglichen. Ich darf also nur arbeiten, wenn ich nicht arbeiten muss.
Klar, oder?
Blöderweise hab ich mich sklavisch an die Anweisungen auf der Webseite des Amts gehalten und alles genauso abgeschickt. Nach zwei Monaten kam diese Woche ein Brief, der besagt, dass ich nicht genug Beweise geschickt hab und noch mehr Sachen einreichen muss. Warum kann man das nicht gleich auf die Webseite schreiben? Das wichtigste Stück ist wohl ein Aufsatz, in dem unter anderem steht, wofür man das Geld von der Arbeit braucht. Gute Antworten dazu sind "Für Footballspiele", "Für Chicken Wings" und "Um Amerika besser kennenzulernen". Schlechte Antworten wären wahrscheinlich "Weil wir sonst verhungern!". Je unwichtiger und amerikanischer die Gründe, desto besser also.
Klar, oder?
Naja, hoffen wir mal, dass es diesmal durchgeht. Unser Betreuer am International Office von Christines Arbeitsstelle hat zu dem Brief von den Terroristenbekämpfern auf jeden Fall gesagt: "Lächerlich!". Er ist nächste Woche sowieso bei diesem Amt eingeladen und wird meinen Fall dann auf den Tisch bringen. Dann wollen wir mal hoffen, dass als Resultat nicht plötzlich Jack Bauer bei mir auftaucht (Aus 24. Der TV-Serie. Kennt ihr nicht? Ach egal..).
Wir werden uns auf jeden Fall am Wochenende erst mal bei den großen Bäumen und Schluchten erholen und nächste Woche schick ich dann schon mal die erste Bewerbung raus. Wahrscheinlich wird die gleich weggeschmissen, weil ich nicht genug aufgetrumpft/geprahlt haben werde (ist das Futur II?) - aber daran werd ich mich dann auch irgendwann gewöhnen..
Dienstag, 26. August 2008
Rosinenbombe
Gestern ist unser erstes (und wahrscheinlich einziges) Carepaket aus Deutschland angekommen. Darin Klamotten, die nicht mehr in die 4 Koffer gepasst hatten, Kosmetik, ein paar deutsche Produkte usw. Vielen Dank an die Schwiegereltern fürs Schicken!!
Leider sieht man dem Paket an, wie vorsichtig DHL und die US-Post mit Paketen umgehen. Ich glaube, da hat jemand mit Fußball gespielt. Und wer ist Schuld? Natürlich der Absender - auf einem Aufkleber steht "Packaged poorly". Tsts liebe Post...immerhin ist fast das ganze Paket mit Klebeband eingewickelt.



(Das "San-apart" ist wohl für Donauwellenkuchen, den wir hier zum ersten mal versuchen zu machen. Das wird spannend!)
Leider sieht man dem Paket an, wie vorsichtig DHL und die US-Post mit Paketen umgehen. Ich glaube, da hat jemand mit Fußball gespielt. Und wer ist Schuld? Natürlich der Absender - auf einem Aufkleber steht "Packaged poorly". Tsts liebe Post...immerhin ist fast das ganze Paket mit Klebeband eingewickelt.



(Das "San-apart" ist wohl für Donauwellenkuchen, den wir hier zum ersten mal versuchen zu machen. Das wird spannend!)
Montag, 25. August 2008
Ratespielchen
So, wir machen heute mal ein kleines Ratespielchen:
Was nennt man hier "Mickey Ds"?
1. Einen Themenpark
2. Eine Restaurantkette
3. Eine Donut-Sorte
Ich geb euch nen Tag Zeit, die Antwort als Kommentar zu hinterlassen (mann, bin ich interaktiv!).
Was nennt man hier "Mickey Ds"?
1. Einen Themenpark
2. Eine Restaurantkette
3. Eine Donut-Sorte
Ich geb euch nen Tag Zeit, die Antwort als Kommentar zu hinterlassen (mann, bin ich interaktiv!).
Sonntag, 24. August 2008
Hüh-hott!
Gestern waren wir zum ersten mal auf dem Del Mar Racetrack, um unser Geld auf ein paar Gäuler zu Wetten (= zu Verlieren). Also erst mal Tim und Steffi abholen gefahren, die auch in Del Mar wohnen. Dabei konnte Christine gleich mal etwas Fahrtraining kriegen, denn übermorgen ist schon ihre praktische Prüfung! Naja, ich hab mich dann mal wieder als schlechter (stressender) Beifahrer bewiesen - ich glaub ich hab tatsächlich Kopfschmerzen verursacht..
Als wir da waren, durften wir erst mal $8 latzen für einen Parkplatz am Ende der Welt auf nem Stück Staub. Alle näheren Plätze waren nur per Valet zugänglich, was $20 + Tips gekostet hätte - da läuft man als Europäer doch lieber die 5 Minuten...
Am Eingang hatten wir dann gleich Glück, dass eine Gruppe gute Platzkarten billig vertickt hat. So kamen wir für $5 rein und konnten nah am Ziel sitzen. Sonst kostet der Eintritt $6 und man sitzt weit entfernt (Fernglas nicht vergessen).
Wir sind extra eine Stunde vor Beginn hin, damit wir den Kurs für Anfänger hören können. Leider waren wir zu blöd, den direkt zu finden. Als wir nach einigem hin und her und hoch und runter dann ankamen, wurden nur noch Tipps abgegeben, auf welche Pferde man setzen soll. Egal, aus dem Programmheft konnten wir uns das Prinzip und die Favouriten ableiten.
Die Rennen selbst waren dann schon bei unserem beischeidenen Einsatz von $2 sehr spannend und ließ alle auf den Sitzen aufspringen, wenns in Richtung Ziel ging. Macht tatsächlich Spaß und die Stimmung ist richtig ansteckend. Natürlich haben wir die ersten 4 Rennen komplett verloren und Christine hat fürs fünfte Rennen erst mal eine Zwangspause eingesetzt. Da wir schon relativ hungrig waren, wollten wir nur noch ein Rennen sehen und dann abhauen (insgesamt waren es 9). Tine und ich haben für das sechste je ein Pferd ausgewählt und je $2 auf "Show" gesetzt, also dass das Pferd unter die ersten 3 (von 10) kommt.
Mein Pferd (Namens "Return of the King") ging gleich in Führung und Tines ("Sunshine Ridge") war im hinteren Feld und ich hatte schon Angst, meins wird nach der Hälfte müde. Aber es bleibt die ganze Zeit vorne und Sunshine Ridge kämpft sich Platz für Platz nach vorne. Die Gäule auf den letzten 100 Metern, alle springen auf, wir schreien und jubeln, Return of the King weiter vorne, Sunshine Ridge auf 5, jetzt 4, jetzt 3 und YEAH!!! Return of the King und Sunshine Ridge werden Erster und Zweiter. FREUDE! (Gemischt mit etwas Schock, weil ein Jockey wohl abgeworfen wurde und das Pferd allein ins Ziel lief).
Endabrechnung: $11 gesetzt und $12,80 gewonnen. Na wenn sich das mal nicht gelohnt hat ;).
Zur Belohnung gabs danach New York Strip Steak bei Tim und Steffi. Lecker!!
Achja hier noch ein Bild von startenden Pferden:
Als wir da waren, durften wir erst mal $8 latzen für einen Parkplatz am Ende der Welt auf nem Stück Staub. Alle näheren Plätze waren nur per Valet zugänglich, was $20 + Tips gekostet hätte - da läuft man als Europäer doch lieber die 5 Minuten...
Am Eingang hatten wir dann gleich Glück, dass eine Gruppe gute Platzkarten billig vertickt hat. So kamen wir für $5 rein und konnten nah am Ziel sitzen. Sonst kostet der Eintritt $6 und man sitzt weit entfernt (Fernglas nicht vergessen).
Wir sind extra eine Stunde vor Beginn hin, damit wir den Kurs für Anfänger hören können. Leider waren wir zu blöd, den direkt zu finden. Als wir nach einigem hin und her und hoch und runter dann ankamen, wurden nur noch Tipps abgegeben, auf welche Pferde man setzen soll. Egal, aus dem Programmheft konnten wir uns das Prinzip und die Favouriten ableiten.
Die Rennen selbst waren dann schon bei unserem beischeidenen Einsatz von $2 sehr spannend und ließ alle auf den Sitzen aufspringen, wenns in Richtung Ziel ging. Macht tatsächlich Spaß und die Stimmung ist richtig ansteckend. Natürlich haben wir die ersten 4 Rennen komplett verloren und Christine hat fürs fünfte Rennen erst mal eine Zwangspause eingesetzt. Da wir schon relativ hungrig waren, wollten wir nur noch ein Rennen sehen und dann abhauen (insgesamt waren es 9). Tine und ich haben für das sechste je ein Pferd ausgewählt und je $2 auf "Show" gesetzt, also dass das Pferd unter die ersten 3 (von 10) kommt.
Mein Pferd (Namens "Return of the King") ging gleich in Führung und Tines ("Sunshine Ridge") war im hinteren Feld und ich hatte schon Angst, meins wird nach der Hälfte müde. Aber es bleibt die ganze Zeit vorne und Sunshine Ridge kämpft sich Platz für Platz nach vorne. Die Gäule auf den letzten 100 Metern, alle springen auf, wir schreien und jubeln, Return of the King weiter vorne, Sunshine Ridge auf 5, jetzt 4, jetzt 3 und YEAH!!! Return of the King und Sunshine Ridge werden Erster und Zweiter. FREUDE! (Gemischt mit etwas Schock, weil ein Jockey wohl abgeworfen wurde und das Pferd allein ins Ziel lief).
Endabrechnung: $11 gesetzt und $12,80 gewonnen. Na wenn sich das mal nicht gelohnt hat ;).
Zur Belohnung gabs danach New York Strip Steak bei Tim und Steffi. Lecker!!
Achja hier noch ein Bild von startenden Pferden:
Freitag, 22. August 2008
Deutsche Streiflichter
- Ich hab in unserem (relatv kleinen) Fitnessstudio schon 5 Leute Deutsch sprechen gehört. Vielleicht haben sie deshalb heute (neben aktueller Radiomusik) 99 Luftballons gespielt. :)
- Als ich diese Woche Nutella gekauft hab, sagte die Kassiererin: "Das Zeug muss ich auch mal probieren - das haben heute schon 10 Leute gekauft" - und das war noch am Vormittag.
- Der Pirat (Bandleader der Tom Waits-artigen Band) sagt über Deutschland: "In Deutschland hab ich das beste Bier meines Lebens getrunken." und: "Deutscher Fußball ist super - das ist, als ob man einem Bauplan zusieht, der über das Spielfeld gezogen wird"
- Als ich diese Woche Nutella gekauft hab, sagte die Kassiererin: "Das Zeug muss ich auch mal probieren - das haben heute schon 10 Leute gekauft" - und das war noch am Vormittag.
- Der Pirat (Bandleader der Tom Waits-artigen Band) sagt über Deutschland: "In Deutschland hab ich das beste Bier meines Lebens getrunken." und: "Deutscher Fußball ist super - das ist, als ob man einem Bauplan zusieht, der über das Spielfeld gezogen wird"
Mittwoch, 20. August 2008
Minigecko
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